In einer Ferienwohnung sieht man nach dem ersten Abend sofort, wie ein Bett benutzt wird. Der Koffer liegt offen auf der Matratze, daneben Jacke, Rucksack und manchmal das Frühstück vom Bäcker. Genau dafür gab es früher in jedem Hotelzimmer eine schwere Tagesdecke. Sie hat die Bettwäsche geschützt und das Bett tagsüber ordentlich aussehen lassen.
Bei uns im Housekeeping hat die klassische Tagesdecke trotzdem einen schlechten Ruf. Sie ist groß, schwer zu waschen und liegt nachts meistens zusammengeknüllt auf dem Boden. Ob du eine brauchst, hängt also davon ab, wie du dein Bett nutzt. Und wenn ja, entscheidet vor allem die Größe darüber, ob sie ordentlich aussieht oder wie ein zu kleines Laken wirkt.
Das Wichtigste in Kürze
- Definition: Eine Tagesdecke liegt tagsüber auf dem gemachten Bett. Sie schützt Bettwäsche und Bettdecke vor Staub und Schmutz und sorgt für einen ruhigen Look. Zum Zudecken ist sie nicht gedacht.
- Faustregel Größe: Bettbreite plus 60 bis 80 cm, Bettlänge plus 40 bis 60 cm. Für ein Bett 140x200 passt meist 220x240 cm, für 180x200 eher 240x260 cm.
- Boxspringbett: Wegen der Höhe von 60 cm und mehr eine Nummer größer wählen, für 180x200 etwa 260x280 cm.
- Alternative: Eine Wohndecke von 150x200 cm ist keine Tagesdecke fürs Doppelbett, taugt aber als Überwurf fürs Einzelbett oder quer am Fußende.
Was ist eine Tagesdecke?
Eine Tagesdecke ist eine große, meist flache Decke, die tagsüber über das komplette gemachte Bett gelegt wird. Sie bedeckt Bettdecke und Kopfkissen und hängt an den Seiten und am Fußende ein Stück über. Abends nimmst du sie ab, faltest sie zusammen und legst sie auf einen Stuhl oder eine Bank.
Wofür braucht man eine Tagesdecke überhaupt? Für drei Dinge: Sie hält Staub, Tierhaare und Straßenschmutz von der Bettwäsche fern, sie versteckt eine zerknitterte Bettdecke, und sie macht aus dem Bett tagsüber eine Sitz- oder Ablagefläche. Wer im Schlafzimmer arbeitet, ein Gästebett im Wohnzimmer stehen hat oder Katzen hat, die tagsüber auf dem Bett schlafen, merkt den Unterschied nach einer Woche.
Mit einer Bettdecke hat sie wenig zu tun. Eine Tagesdecke hat keine wärmende Füllung oder nur eine dünne Steppschicht, und sie bekommt keinen Bezug. Auch eine Kuscheldecke ist etwas anderes: Die nimmst du mit aufs Sofa und wickelst dich darin ein. Unsere Kuscheldecken sind genau dafür gemacht, als Tagesdecke für ein ganzes Doppelbett sind sie zu klein.
Überwurf, Plaid, Tagesdecke: wo liegt der Unterschied?
Was ist ein Überwurf? Der Oberbegriff für alles, was über ein Möbelstück gelegt wird, vom Sofa bis zum Sessel. Auf dem Bett ist der Unterschied zur Tagesdecke klein, beide bedecken das ganze Bett. Im Handel ist ein Bettüberwurf oft leichter und dekorativer, die Tagesdecke etwas schwerer und gesteppt. Eine Überwurfdecke fürs Bett aus dünner Baumwolle wäre so ein typischer leichter Fall. Eine feste Norm gibt es nicht.
Ein Plaid ist kleiner. Als Plaid fürs Bett bezeichnet man eine Decke, die nur einen Teil des Bettes bedeckt, meistens quer über das Fußende gelegt. Ein Bett-Plaid für ein Bett 180x200 misst typischerweise etwa 130x170 bis 150x200 cm. Es schützt die Bettwäsche nur dort, wo du dich hinsetzt oder die Füße mit Schuhen ablegst, sieht aber wohnlicher aus als eine Decke, die alles zudeckt.
Welche Größe braucht die Tagesdecke für dein Bett?
Die richtige Größe ergibt sich aus den Maßen deines Bettes und aus der Frage, wie weit die Decke herunterhängen soll. Bei einem normalen Bettgestell mit 45 bis 50 cm Liegehöhe sind 30 bis 40 cm Überhang an jeder Seite ein guter Wert. Dann sieht man die Matratze nicht mehr, der Bettrahmen bleibt aber sichtbar und die Decke schleift nicht über den Boden.
Daraus folgt die Faustregel, mit der wir im Housekeeping rechnen: Für die Breite rechnest du zur Bettbreite 60 bis 80 cm dazu, für die Länge zur Bettlänge 40 bis 60 cm. Am Kopfende braucht die Decke Reserve, weil sie über die Kopfkissen gelegt oder unter ihnen eingeschlagen wird. Am Fußende hängt der Rest über.

| Bettgröße | Tagesdecke (normales Bett) | Tagesdecke (Boxspringbett) |
|---|---|---|
| 90x200 | 150x250 oder 170x250 cm | 190x260 cm |
| 100x200 | 170x250 cm | 200x260 cm |
| 120x200 | 180x240 bis 200x240 cm | 220x260 cm |
| 140x200 | 220x240 cm | 240x260 cm |
| 160x200 | 220x240 bis 240x260 cm | 250x270 cm |
| 180x200 | 240x260 cm | 260x280 cm |
| 200x200 | 260x280 cm | 280x280 cm |
Die Maße im Handel sind nicht genormt. Du findest also auch 230x250, 250x270 oder 270x270 cm. Nimm im Zweifel die nächstgrößere Variante, eine zu kleine Decke fällt sofort auf, ein paar Zentimeter mehr Überhang dagegen kaum.
Tagesdecke fürs Einzelbett: 90x200, 100x200 und 120x200
Für ein Einzelbett 90x200 reicht eine Tagesdecke von 150x250 cm, wenn das Bett an der Wand steht und nur eine Seite sichtbar ist. Steht es frei im Raum, nimm 170x250 cm. Für eine Tagesdecke fürs Einzelbett 100x200 gilt dasselbe Prinzip mit 170x250 cm als Standard. Das Bett 120x200 liegt dazwischen, hier passen 180x240 oder 200x240 cm, je nachdem, wie weit die Decke herunterhängen soll.
Ein Bettüberwurf fürs Einzelbett darf ruhig einfacher sein. Im Jugendzimmer oder im Gästezimmer wird er meist auch als Sitzfläche benutzt, da ist ein strapazierfähiger, waschbarer Stoff wichtiger als ein aufwendiges Muster. Steht das Bett an der Wand, reichen dafür auch Fleecedecken in 150x200 cm. Was sie auf dem Bett können und was nicht, steht weiter unten.
Tagesdecke für ein Bett 140x200 und 160x200
Wie groß muss eine Tagesdecke für ein Bett 140x200 sein? In den meisten Schlafzimmern passt 220x240 cm. Das ergibt an den Seiten je 40 cm Überhang und in der Länge 40 cm Reserve für Kissen und Fußende. Bei 160x200 wird es mit 220x240 cm schon knapp, dann bleiben nur 30 cm an jeder Seite. Wer den Bettrahmen ganz verdecken möchte, nimmt für ein Bett 160x200 eher 240x260 cm.
Ein Bettüberwurf für 140x200 folgt denselben Maßen. Die Bezeichnung auf der Verpackung ändert nichts an der Rechnung, nur das Material fällt anders.
Tagesdecke für ein Bett 180x200 und 200x200
Welche Tagesdecke passt aufs Bett 180x200? Bei einem normalen Gestell ist 240x260 cm groß genug, das sind 30 cm Überhang an jeder Seite und 60 cm in der Länge. Das ist die Größe, die wir in Doppelzimmern am häufigsten sehen. Ein Bettüberwurf für 180x200 in 220x240 cm reicht nur, wenn der Überwurf bewusst kurz wirken soll und auf der Matratze endet.
Für ein Bett 200x200 ist 260x280 cm das übliche Maß. Viele Hersteller führen diese Größe nicht, dann sind 270x270 cm eine gute Wahl. Die quadratische Form passt zu einem quadratischen Bett sogar besser, weil der Überhang ringsum gleich ist.
Tagesdecke fürs Boxspringbett: lieber eine Nummer größer
Ein Boxspringbett ist mit Unterbau, Matratze und Topper oft 60 bis 70 cm hoch. Eine normale Tagesdecke endet dann mitten an der Box, und das sieht aus, als wäre sie eingelaufen. Für eine Tagesdecke fürs Boxspringbett rechnest du deshalb an jeder Seite 40 bis 50 cm Überhang ein.
Konkret heißt das für eine Tagesdecke fürs Boxspringbett 180x200: 260x280 cm. Bei 140x200 sind es 240x260 cm. Miss vorher vom Boden bis zur Oberkante des Toppers. Ziehst du davon 10 bis 15 cm ab, hast du den Überhang, bei dem die Decke knapp über dem Boden endet und beim Staubsaugen nicht im Weg ist.
Ganz bis zum Boden würde ich die Decke nicht hängen lassen. Was den Boden berührt, sammelt Staub und Haare, und genau die willst du ja von der Bettwäsche fernhalten.
Wohndecke 150x200 als Überwurf: was geht und was nicht
Bei baesta führen wir keine klassischen Tagesdecken, sondern Wohndecken in 150x200 cm aus Mikrofaser. Darum hier ganz ehrlich, wofür sie auf dem Bett reichen. Als Tagesdecke für ein Doppelbett sind sie zu klein. Auf einem Bett 140x200 würde die Decke nicht einmal die Matratze ganz bedecken.
Auf einem Einzelbett 90x200 sieht das anders aus. Dort bleiben in der Breite rund 30 cm Überhang an jeder Seite, die Länge endet etwa bündig mit dem Bett. Für ein Gästebett oder ein Bett im Jugendzimmer, auf dem tagsüber gesessen wird, ist das ein brauchbarer Überwurf, der die Bettdecke schützt. Die Kopfkissen deckt er nicht mit ab.
Auf dem Doppelbett nutzen wir solche Wohndecken als Plaid. Der Länge nach einmal gefaltet ergeben sie einen Streifen von etwa 75x200 cm, der quer über das Fußende eines Bettes mit 140 oder 160 cm Breite reicht. Genau dort landen Koffer und Füße, also ist das die Stelle, an der ein Schutz am meisten bringt.
Ein Vorteil gegenüber der großen Tagesdecke: Eine Decke von 150x200 cm passt in jede Haushaltsmaschine und ist nach dem Waschen schnell wieder trocken.
Tagesdecke auflegen: So machst du das Bett mit Tagesdecke
Wie legt man eine Tagesdecke richtig auf? Im Hotel lernen neue Kolleginnen das in wenigen Minuten, und mit etwas Übung dauert es keine 60 Sekunden.

- Bett normal machen: Bettdecke glatt ziehen, Kopfkissen aufschütteln und ans Kopfende legen.
- Tagesdecke mit der Oberseite nach oben ausbreiten, mittig ausrichten. Der Überhang links und rechts muss gleich sein.
- Am Fußende ausrichten, sodass die Decke dort genauso tief hängt wie an den Seiten.
- Am Kopfende 30 bis 40 cm zurückschlagen, Kissen davorlegen, dann die Decke über die Kissen ziehen und unter ihnen leicht einschlagen. So entsteht die typische Kante.
- Zum Schluss mit der flachen Hand von der Mitte nach außen glatt streichen.
Wer das Bett mit der Tagesdecke dekorieren will, lässt die Kissen oben auf der Decke liegen und legt zwei Zierkissen davor. Ein Bett mit Tagesdecke wirkt dann aufgeräumt, auch wenn darunter die Bettdecke nur kurz aufgeschüttelt wurde. Ein Plaid quer über dem Fußende setzt einen zweiten Ton, etwa Sand auf Weiß oder Grau auf Beige.
Welches Material ist sinnvoll?
Das Material entscheidet, wie die Decke fällt, wie oft du sie waschen kannst und ob sie im Sommer zu warm ist. Für eine Decke, die vor allem schützen soll, ist Pflegeleichtigkeit wichtiger als jedes Muster.
Baumwolle ist der Klassiker. Eine Tagesdecke aus Baumwolle für ein Doppelbett mit 140x200 cm ist atmungsaktiv, verträgt 40 bis 60 °C und knittert etwas. Ein Bettüberwurf aus Baumwolle in Waffel- oder Piquéstruktur bleibt dabei leicht genug für den Sommer.
Eine gesteppte Tagesdecke fürs Bett hat zwischen zwei Stofflagen eine dünne Füllung aus Polyester. Sie liegt glatt, verdeckt Unebenheiten der Bettdecke darunter und wirkt am ehesten wie im Hotel. Ein gesteppter Bettüberwurf ist allerdings schwer. Bei 240x260 cm passt er in eine normale 7-kg-Waschmaschine oft nur knapp.
Leinen fällt schwer und locker, ein Überwurf aus Leinen sieht auf dem Bett gewollt unordentlich aus. Das muss man mögen. Ein Bettüberwurf aus Samt dagegen glänzt, ist empfindlich gegenüber Reibung und eher Dekoration als Schutz. Ein Quilt als Bettüberwurf ist eine Patchwork-Decke mit Steppnähten, oft aus Baumwolle und schön, aber in großen Größen teuer. Ein Bettüberwurf aus Musselin ist leicht und knittert absichtlich, für Sommer und Gästebetten eine gute Wahl.
Fleece wird für große Tagesdecken selten verwendet, weil es bei 240 cm Breite schwer und rutschig wird. Als kleinerer Überwurf ist es dagegen praktisch: Unsere Decken aus Fleece bestehen aus Mikrofaser, sind bei 30 °C waschbar und nach einer halben Stunde auf der Leine fast trocken. Wichtig ist nur, dass der Flor beim Waschen nicht verfilzt. Wie das klappt, steht im Ratgeber Kuscheldecke waschen. Die Kurzfassung: 30 °C, kein Weichspüler, Trockner höchstens auf niedriger Stufe.
Fazit
Eine Tagesdecke schützt das gemachte Bett tagsüber vor Schmutz, Staub und Tierhaaren. Ob du sie brauchst, hängt davon ab, wie viel tagsüber auf dem Bett passiert. Bei der Größe hilft die Faustregel: Breite plus 60 bis 80 cm, Länge plus 40 bis 60 cm, für Boxspringbetten jeweils mehr. Für ein Bett 140x200 heißt das 220x240 cm, für 180x200 meist 240x260 cm.
Wer keine große Decke waschen möchte, fährt mit einem Plaid quer am Fußende oft besser. Es schützt die Stelle, an der der meiste Schmutz entsteht, und passt in jede Waschmaschine.
Häufige Fragen zur Tagesdecke
Was ist eine Tagesdecke?
Eine Tagesdecke ist eine große Decke, die tagsüber über das gemachte Bett gelegt wird. Sie bedeckt Bettdecke und Kissen, schützt die Bettwäsche vor Staub und Schmutz und wird abends abgenommen.
Wofür braucht man eine Tagesdecke?
Sie hält Staub, Tierhaare und Schmutz von Kleidung oder Koffern von der Bettwäsche fern. Außerdem sieht das Bett tagsüber ordentlich aus und lässt sich als Sitzfläche nutzen.
Welche Größe Tagesdecke für ein Bett 140x200?
Für ein normales Bett 140x200 passt eine Tagesdecke von 220x240 cm. Bei einem Boxspringbett in dieser Größe solltest du 240x260 cm nehmen.
Welche Größe Tagesdecke für ein Bett 180x200?
Für ein Bett 180x200 ist 240x260 cm die übliche Größe. Bei einem Boxspringbett oder wenn der Rahmen ganz verdeckt werden soll, sind 260x280 cm besser.
Welche Größe Tagesdecke für ein Bett 160x200?
Für 160x200 passen 220x240 cm, wenn ein kurzer Überhang reicht. Soll die Decke weiter herunterhängen, nimm 240x260 cm.
Welche Größe Tagesdecke für ein Bett 200x200?
Für ein Bett 200x200 passt eine Tagesdecke von 260x280 cm. Gibt es diese Größe nicht, ist eine quadratische Decke mit 270x270 cm eine gute Alternative.
Welche Größe Tagesdecke für ein Bett 120x200?
Für ein Bett 120x200 sind 180x240 bis 200x240 cm sinnvoll. Die schmalere Variante reicht, wenn das Bett an der Wand steht.
Wie legt man eine Tagesdecke richtig auf?
Die Decke mittig ausbreiten, sodass sie an beiden Seiten und am Fußende gleich weit herunterhängt. Am Kopfende über die Kissen ziehen und unter ihnen leicht einschlagen, dann glatt streichen.
Ist ein Plaid das Gleiche wie eine Tagesdecke?
Nein. Ein Plaid ist kleiner und liegt meist quer über dem Fußende, eine Tagesdecke bedeckt das ganze Bett inklusive Kissen. Ein Plaid schützt nur einen Teil der Bettwäsche, ist dafür leichter zu waschen.
Daniel beschäftigt sich seit acht Jahren mit Bettwäsche, Spannbettlaken, Bettdecken, Kopfkissen, Handtüchern und Badvorlegern in Hotelqualität – durch die Betreuung von über 80.000 Gästen in Premium Serviced Apartments über sein Unternehmen residir. Dieses Praxiswissen fließt in jede Produktauswahl bei Bästa ein. Mehr über Daniel →