Matratzenschutz im Vergleich: Matratzenbezug, Molton, Unterbett oder Encasing?
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Eine gute Matratze kostet schnell mehrere Hundert Euro. Ein Matratzenschutz kostet einen Bruchteil davon – und entscheidet trotzdem darüber, ob die Matratze fünf oder zehn Jahre hält. In acht Jahren mit residir und über 80.000 Gästen in unseren Serviced Apartments und Ferienwohnungen habe ich gelernt: Keine Matratze bleibt ohne Schutz sauber. Schweiß, verschütteter Kaffee, Make-up, Kinder, die nachts nicht rechtzeitig aufwachen – das Leben hinterlässt Spuren. Die Frage ist nur, ob sie auf einem waschbaren Schutz landen oder direkt in der Matratze.
Das Problem: Die Begriffe sind ein einziges Durcheinander. Matratzenauflage, Matratzenschoner, Matratzenbezug, Molton, Unterbett, Encasing, Inkontinenzauflage – was ist was, und was brauchst du wirklich? In diesem Vergleich sortiere ich die Arten von Matratzenschutz, zeige Vor- und Nachteile und sage dir ehrlich, was sich bei uns bewährt hat.
Das Wichtigste in Kürze
- Molton ist der Klassiker: saugfähig, waschbar bei 60 bis 95 °C, aber nicht automatisch wasserdicht.
- Wasserdichter Matratzenschutz hat eine Beschichtung auf der Rückseite – sinnvoll bei Kindern, Inkontinenz und im Gästebett.
- Encasing umschließt die Matratze komplett und schützt vor Hausstaubmilben und Bettwanzen.
- Ein Unterbett schützt kaum, es macht das Bett vor allem weicher und wärmer.
Matratzenauflage, Matratzenschoner, Matratzenbezug: Was ist was?
Was ist eine Matratzenauflage? Das ist der Oberbegriff für alles, was auf der Matratze liegt – vom dünnen Schutz bis zum dicken Topper. Innerhalb dieser Gruppe gibt es große Unterschiede. So ordnen wir die Begriffe im Housekeeping ein:
- Matratzenschoner: Was ist ein Matratzenschoner? Eine dünne Auflage, die die Matratze vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Meist mit Spanngummis an den Ecken oder als Spannbezug.
- Matratzenbezug oder Matratzenhülle: umschließt die Matratze rundherum, meist mit Reißverschluss. Er ist entweder der Originalbezug der Matratze oder ein zusätzlicher Matratzenschutzbezug.
- Molton: ein saugfähiger Baumwollstoff, aus dem die meisten klassischen Matratzenschoner bestehen.
- Encasing: ein milbendichter Bezug für Matratze, Kissen und Decke.
- Unterbett: eine gefüllte, weiche Auflage für mehr Komfort und Wärme.
- Inkontinenzauflage: eine saugfähige und wasserdichte Unterlage, oft nur für einen Teil des Bettes.
- Topper: eine dicke Komfortauflage, die die Liegeeigenschaften verändert.
|
Art |
Schützt vor |
Komfort |
Waschen |
Ideal für |
|---|---|---|---|---|
|
Molton |
Schweiß, Schmutz, kleinen Flecken |
neutral |
60–95 °C |
jedes Bett, Alltag |
|
Wasserdichter Schutz |
Flüssigkeit, Urin |
neutral, manchmal etwas wärmer |
meist 60 °C |
Kinder, Inkontinenz, Gästebett |
|
Encasing |
Milben, Bettwanzen, Allergenen |
neutral |
meist 60 °C |
Allergiker |
|
Matratzenbezug |
Staub, Schmutz rundherum |
neutral |
abnehmbar, je nach Material |
Matratzen ohne abnehmbaren Bezug |
|
Unterbett |
wenig |
weicher und wärmer |
oft nur 40–60 °C |
Frostbeulen, harte Matratzen |
Wie sinnvoll sind Matratzenschoner?
Braucht man einen Matratzenschoner? Meine klare Antwort nach acht Jahren Gästebetrieb: ja. Die Frage „Matratzenschoner ja oder nein?“ stellt sich eigentlich nur bei Matratzen, deren Bezug du regelmäßig abnehmen und waschen kannst – und selbst dann ist ein Schoner praktischer. Drei Gründe, warum ein Matratzenschoner sinnvoll ist:
- Schweiß: Wir geben nachts bis zu einem halben Liter Feuchtigkeit ab. Ein Teil davon landet in der Matratze, wenn nichts dazwischen liegt. Die typischen gelben Flecken auf alten Matratzen kommen genau daher.
- Hygiene: Einen Schoner wäschst du in der Maschine, eine Matratze nicht.
- Garantie: Viele Hersteller lehnen Reklamationen bei verschmutzten Matratzen ab. Ein Schoner schützt also auch deine Garantie.
Wie sinnvoll sind Matratzenschoner also wirklich? Sind Matratzenschoner sinnvoll oder sogar notwendig? Notwendig im Sinne von Pflicht ist ein Matratzenschoner nicht, sinnvoll aber fast immer. Die passenden Matratzenschoner findest du bei uns als Molton-Spannbettlaken in verschiedenen Steghöhen.
Molton: Der Klassiker unter dem Laken
Was ist Molton? Molton ist ein dichter, beidseitig leicht angerauter Baumwollstoff. Durch das Aufrauen wird er weich, flauschig und sehr saugfähig. Was ist Molton für ein Stoff im Alltag? Genau der Stoff, den du von Babyunterlagen, Moltontüchern und den meisten klassischen Matratzenschonern kennst. Wer fragt „Molton – was ist das?“, kann sich einen dicken, weichen Baumwollflanell vorstellen.
Das Molton-Material hat drei große Vorteile: Es nimmt Feuchtigkeit schnell auf, es verträgt hohe Waschtemperaturen, und es verrutscht kaum, weil es sich an die Matratze schmiegt. In unseren Apartments liegt auf jeder Matratze eine Moltonauflage – sie wird bei jedem Gastwechsel geprüft und regelmäßig bei hohen Temperaturen gewaschen.
Ist Molton wasserdicht?
Nein, reiner Molton ist nicht wasserdicht. Er saugt Flüssigkeit auf und bremst sie, bei größeren Mengen geht sie aber durch. Molton wasserdicht gibt es trotzdem: Eine wasserdichte Moltonauflage hat auf der Unterseite eine dünne Beschichtung, meist aus Polyurethan. Wer eine Molton-Unterlage wasserdicht braucht, etwa fürs Kinderbett, sollte deshalb genau auf die Produktbeschreibung achten.
Moltonauflage oder Molton-Spannbettlaken?
Molton gibt es in zwei Bauformen:
- Moltonauflage mit Eckgummis: Die Molton-Matratzenauflage liegt nur auf der Oberseite und wird an den Ecken gehalten. Günstig, aber sie kann verrutschen.
- Molton-Spannbettlaken: Der Molton-Matratzenschoner umschließt die Matratze wie ein Spannbetttuch. Er sitzt faltenfrei und schützt auch die Seiten. Deshalb setzen wir im Gästebetrieb fast nur auf diese Bauform.
Ob Molton-Bettauflage, Molton-Bettunterlage oder Molton-Laken – gemeint ist fast immer dasselbe Prinzip. Eine Moltonauflage fürs Bett kommt immer unter das eigentliche Laken. Darüber ziehst du ein normales Spannbettlaken, und zwar mit etwas mehr Steghöhe, weil der Molton ein paar Millimeter aufträgt. Ein Molton-Bettlaken ist nichts anderes als diese Unterlage in Lakenform. Molton-Bettwäsche im Sinne von Bezügen gibt es übrigens kaum – Molton ist ein Schutzstoff, kein Bezugsstoff. Auch eine Molton-Auflage fürs Bett ersetzt kein Laken.

Wasserdichter Matratzenschutz und Inkontinenzauflage
Sind Matratzenschoner immer wasserdicht? Nein – und genau das wird oft verwechselt. Ein normaler Molton-Schoner saugt, hält größere Mengen aber nicht zurück. Welche Matratzenschoner sind wasserdicht? Nur die mit einer Beschichtung oder Membran auf der Unterseite, meist aus Polyurethan. Ein wasserdichter Matratzenschoner, ein wasserdichter Matratzenbezug und eine wasserdichte Matratzenauflage funktionieren nach demselben Prinzip.
Wann lohnt sich ein Matratzenschutz, der wasserdicht ist?
- Kinderbetten: Ein Matratzenschutz fürs Kinderbett und fürs Babybett ist fast Pflicht. Matratzenschoner beim Baby – ja oder nein? Ja, und zwar wasserdicht.
- Inkontinenz: Matratzenschutz bei Inkontinenz sollte wasserdicht und gleichzeitig hautfreundlich sein. Eine Inkontinenzauflage fürs Bett liegt oft nur im mittleren Bereich, ein Inkontinenz-Matratzenschoner schützt die ganze Fläche. Matratzenschutz gegen Urin ist hier das wichtigste Kriterium, auch ein Inkontinenz-Matratzenbezug kommt infrage.
- Gästebett und Ferienwohnung: Bei wechselnden Gästen ist ein wasserdichter Matratzenschutz eine gute Versicherung. Das gilt übrigens für jeden Matratzenbezug für Hotels.
Worauf achten? Ein wasserdichter Matratzenschoner sollte gleichzeitig atmungsaktiv sein. Wasserdicht und atmungsaktiv schließen sich nicht aus: Moderne PU-Membranen lassen Wasserdampf durch, halten Flüssigkeit aber zurück. Günstige Folien aus PVC sind dagegen nicht atmungsaktiv – darunter schwitzt man schnell. Wasserfeste Matratzenauflagen, ein wasserfester Matratzenschoner oder ein wasserfester Matratzenbezug mit PU-Membran sind deshalb die bessere Wahl. Das gilt auch für den PU-Matratzenbezug: Achte auf die Angabe „atmungsaktiv“. Und ein Inkontinenz-Matratzenschoner, wasserdicht und trotzdem weich, ist für Pflegebetten Standard. Eine wasserundurchlässige Matratzenauflage sollte außerdem waschbar sein: Eine Inkontinenzauflage, die waschbar ist, ist auf Dauer günstiger und nachhaltiger als Einweg-Unterlagen.
Inkontinenzauflage – welche Seite nach oben? Die weiche, saugfähige Stoffseite zeigt nach oben zum Körper, die beschichtete Seite liegt auf der Matratze. Für Einzel- und Kinderbetten gibt es wasserdichte Varianten auch als wasserdichtes Spannbettlaken oder Inkontinenz-Spannbettlaken, das dann direkt als Laken dient. Wer darüber noch ein normales Laken zieht, braucht meist ein Bettlaken wie ein Spannbettlaken 100x200 für breitere Einzelbetten oder ein Bettlaken 120x200 fürs Jugendbett.
Encasing: Schutz vor Milben und Bettwanzen
Was ist Encasing? Ein Encasing ist ein Bezug aus einem so dichten Gewebe, dass Hausstaubmilben und ihr Kot nicht hindurchkommen. Was bedeutet Encasing wörtlich? „Einhüllen“ – und genau das macht es: Die Matratze wird rundum eingeschlossen, meist mit Reißverschluss. Encasing – was ist das im Unterschied zum normalen Matratzenbezug? Der entscheidende Punkt ist die Porengröße des Gewebes. Ein normaler Matratzenbezug hält Milben nicht auf, ein milbendichter Matratzenbezug schon. Anbieter nennen ihn auch Anti-Milben-Matratzenbezug, Milbenschutz-Matratzenbezug oder hypoallergener Matratzenbezug – gemeint ist fast immer ein Encasing.
Ein Matratzen-Encasing ist vor allem für Hausstauballergiker sinnvoll. Encasing gegen Hausstaubmilben gibt es als Matratzenbezug für Allergiker, als Kissen-Encasing und als Encasing-Bettwäsche für die Decke. Wer alles auf einmal umstellt, greift zum Encasing-Set aus Matratze, Kissen und Decke. Encasing-Bezüge gibt es in allen gängigen Matratzengrößen und Höhen. Ein Milben-Encasing für die Matratze ist dabei der wichtigste Teil, weil sich in der Matratze die meisten Milben sammeln. Ein einfacher Matratzenschoner für Allergiker mit Milbenschutz ist nur eine Notlösung: Er liegt oben auf, schließt die Matratze aber nicht ein. Ein echter Matratzenbezug gegen Milben muss rundum geschlossen sein. Auch als Bettwanzen-Matratzenbezug werden Encasings eingesetzt: Ein Matratzenbezug gegen Bettwanzen nimmt den Tieren die Nähte als Versteck.
Encasing und Krankenkasse: Bei einer ärztlich festgestellten Hausstaubmilbenallergie können Encasings verordnet werden. Einen gesetzlichen Anspruch auf Kostenübernahme gibt es aber nicht – manche Krankenkassen zahlen einen Zuschuss oder das ganze Encasing-Set, andere gar nichts. Wer ein Encasing-Rezept einlösen will, fragt also vorher bei der eigenen Kasse nach. Das gilt auch für jeden anderen Allergie-Matratzenbezug: Ein Matratzenbezug für Allergiker wird von der Krankenkasse nur bezuschusst, wenn er als Encasing mit Rezept verordnet wurde. Wie du Laken und Bettwaren bei Milbenallergie pflegst, beschreibe ich im Ratgeber Spannbettlaken für Allergiker.
Wichtig für Allergiker: Nicht nur die Matratze, auch die Decke zählt. Ein Encasing-Bezug für die Bettdecke oder eine Decke, die sich bei 60 °C waschen lässt, gehört dazu. Eine Übersicht mit Waschtemperaturen findest du bei unseren Bettdecken.
Matratzenbezug: mit Reißverschluss, waschbar und als Ersatz
Viele Matratzen haben einen abnehmbaren Bezug mit Reißverschluss. Ein zusätzlicher Matratzenbezug mit Reißverschluss lohnt sich trotzdem in drei Fällen: wenn der Originalbezug nicht waschbar ist, wenn er beschädigt ist und du einen Ersatz-Matratzenbezug brauchst, oder wenn du eine Matratzenhülle mit Reißverschluss als Rundumschutz möchtest. Auch Matratzenschoner mit Reißverschluss gibt es – sie sind dann eigentlich ein Bezug. Die Alternative ist ein Matratzenschoner als Spannbezug, der wie ein Spannbettlaken über die Ecken gezogen wird.
Ein waschbarer Matratzenbezug sollte aus einem Stoff sein, der bei mindestens 60 °C gewaschen werden kann. Beim Matratzenbezug-Stoff sind Baumwolle und Tencel die beliebtesten Materialien: Ein Tencel-Matratzenbezug ist kühl und feuchtigkeitsregulierend, Baumwolle ist robust. Matratzenbezüge für Hotels bestehen fast immer aus waschbarer Baumwolle mit Reißverschluss, damit sie sich schnell tauschen lassen. Fürs Boxspringbett gibt es einen eigenen Matratzenbezug, weil dort Matratze und Topper oft kombiniert werden.
Unser Tipp für das Doppelbett: Wenn du zwei Matratzen nebeneinander hast, bekommt jede ihren eigenen Schutz. Darüber kommt dann ein durchgehendes Laken, etwa ein Bettlaken 140x200 für schmale Doppelbetten.
Unterbett: Mehr Komfort und Wärme
Was ist ein Unterbett? Ein Unterbett ist eine gefüllte, gesteppte Auflage, die auf der Matratze unter dem Laken liegt – quasi das Gegenstück zum Oberbett, also zur Bettdecke. Früher lag man auf einem Unterbett und deckte sich mit dem Oberbett zu. Heute ist das Unterbett vor allem eine Komfort- und Wärmeauflage: Ein Bett mit Unterbett fühlt sich weicher und kuscheliger an.
- Unterbett aus Schafwolle oder Schurwolle: Ein Schurwolle-Unterbett oder Schafwoll-Unterbett wärmt, reguliert Feuchtigkeit und ist bei Frostbeulen beliebt. Ein Unterbett oder eine Matratzenauflage aus Wolle und ein Matratzenschoner aus Schurwolle sind allerdings meist nur bei niedrigen Temperaturen waschbar.
- Lammfell-Unterbett: Eine Lammfell-Matratzenauflage ist besonders weich und warm, aber pflegeintensiv.
- Faser-Unterbett: pflegeleicht und oft bei 60 °C waschbar.
Ist ein Unterbett ein Matratzenschutz? Nur bedingt. Die Unterbett-Matratzenauflage schützt die Matratze zwar vor Schweiß, lässt sich aber schlechter waschen als Molton. Unser Rat: Wenn du ein Unterbett magst, leg zusätzlich einen dünnen Molton-Schoner darunter oder darüber. Und wer lieber von oben wärmer schlafen will, ist oft mit einer wärmeren Decke besser beraten, etwa einer Bettdecke 155x220 in Komfortlänge.

Kühlende Matratzenauflage: Was hilft gegen Schwitzen?
Welche Matratzenauflage bei starkem Schwitzen? Diese Frage bekommen wir oft, vor allem im Sommer. Eine kühlende Matratzenauflage oder ein kühlender Matratzenschoner arbeitet meist mit Materialien, die Feuchtigkeit schnell aufnehmen und abgeben: Tencel, Baumwolle oder spezielle Kühlfasern. Ein Tencel-Matratzenschoner fühlt sich kühl an, ein Matratzenschoner aus Baumwolle ist atmungsaktiv und robust.
Welcher Matratzenschoner bei Schwitzen? Unsere Erfahrung: Ein atmungsaktiver Matratzenschoner aus Baumwolle oder Tencel ist meist die beste Lösung. Eine Matratzenauflage gegen Schwitzen sollte vor allem nicht beschichtet sein – eine wasserdichte Folie ohne Atmungsaktivität macht es schlimmer. Ein Matratzenschoner gegen Schwitzen allein reicht aber selten: Auch Laken und Decke müssen passen. Ein Baumwoll-Matratzenschoner, eine Matratzenauflage aus Baumwolle und ein Laken aus Baumwolle ergeben zusammen ein spürbar trockeneres Schlafklima. Für breite Betten heißt das: ein luftiges Spannbetttuch 180x200 und darüber eine leichte Decke.
Übrigens: Ein Matratzenschoner in Bio-Qualität, also ein Matratzenschoner aus Bio-Baumwolle, ist für empfindliche Haut eine gute Wahl. Ob die kühlende Matratzenauflage eher weich oder hart sein soll, hängt von deiner Matratze ab: Eine weiche Matratzenauflage macht eine harte Matratze angenehmer, eine harte Matratzenauflage stabilisiert eine zu weiche. Das ist dann aber eher Topper-Terrain als Matratzenschutz: Eine Matratzenauflage als Topper, also eine Komfort-Matratzenauflage mit mehreren Zentimetern Höhe, verändert das Liegegefühl, ein Schoner nicht.
Matratzenschoner auf dem Lattenrost, auf dem Topper und im Boxspringbett
Braucht man Matratzenschoner auf dem Lattenrost? Es gibt zwei Arten von Schonern: den oberen, der unter dem Laken liegt, und den unteren, der zwischen Lattenrost und Matratze kommt. Ein Matratzenschoner für den Lattenrost schützt die Unterseite der Matratze vor Abrieb durch die Latten und sorgt für Luftzirkulation. Ein Matratzenschoner zwischen Lattenrost und Matratze ist vor allem bei Rollrosten und Holzlatten mit Kanten sinnvoll.
Ist ein Matratzenschoner unter der Matratze sinnvoll? Bei hochwertigen Matratzen auf einfachen Lattenrosten ja. Viele dieser Lattenrost-Matratzenschoner haben Noppen. Matratzenschoner mit Noppen – oben oder unten? Das unterscheidet sich je nach Hersteller, deshalb unbedingt auf die Angabe achten. Und für den oberen Schoner gilt: Wo kommt der Matratzenschoner hin? Direkt auf die Matratze, unter das Spannbettlaken. Matratzenschoner – welche Seite oben? Bei Molton ist es egal, bei beschichteten Schonern zeigt die Stoffseite nach oben. Wer unsicher ist, wie rum der Matratzenschoner liegt: Die glatte, beschichtete Seite gehört immer nach unten.
Ist ein Matratzenschoner auf dem Topper sinnvoll? Ja, sogar besonders. Topper lassen sich oft gar nicht waschen, und gerade sie nehmen viel Schweiß auf. Ein Matratzenschoner für den Topper wird einfach über den Topper gezogen – das Laken muss dann entsprechend hoch sein. Worauf du bei einem Laken für Matratze plus Topper achten musst, erkläre ich im Ratgeber Topper-Spannbettlaken. Auch ein Matratzenschoner fürs Boxspringbett gehört auf den Topper, nicht darunter.
Für große Boxspringbetten mit durchgehendem Topper passt ein hohes Bettlaken 200x200 über Topper und Schoner zusammen.
Matratzenschutz für Kinder und Baby
Bei Kindern ist ein Matratzenschutz keine Frage des Komforts, sondern der Vernunft. Ein Matratzenschoner fürs Kinderbett oder ein Matratzenschoner fürs Babybett sollte wasserdicht, atmungsaktiv und heiß waschbar sein. Die klassische Molton-Unterlage fürs Baby ist ideal für den Wickeltisch und als zusätzliche Lage im Bett, ersetzt aber keinen wasserdichten Baby-Matratzenschoner.
Unser Tipp aus Familien-Apartments: Leg einen wasserdichten Matratzenschutz für Kinder unten und darüber ein Molton-Spannbettlaken. So musst du nachts nur das Laken und den Molton wechseln, die wasserdichte Schicht bleibt liegen. Ein zweites Set im Schrank spart viel Nerven. Für das normale Einzelbett passt dann obendrauf ein Bettlaken 90x200.
Welcher Matratzenschutz passt zu dir?
Zum Schluss die Kurzfassung, wie ich sie Freunden gebe:
- Für jedes Bett: ein Molton-Matratzenschoner als Grundschutz.
- Bei Kindern, Inkontinenz oder im Gästebett: zusätzlich wasserdicht und atmungsaktiv.
- Bei Hausstauballergie: ein Encasing für Matratze, Kissen und Decke.
- Bei harter Matratze oder wenn du leicht frierst: ein Unterbett oder Topper, darüber Molton.
- Bei starkem Schwitzen: atmungsaktiver Schoner aus Baumwolle oder Tencel, keine Folie.
Und ganz oben kommt das, was du jeden Tag spürst: ein gut sitzendes Laken und eine Decke, die zu dir passt – ob Bettdecke 135x200 für ein Einzelbett oder eine gemeinsame Bettdecke 200x200 für zwei.
Für das Doppelbett mit 160 cm Breite passt über Matratze und Schoner ein Spannbetttuch 160x200. Achte nur auf die Steghöhe: Mit Molton, Encasing oder Unterbett wird die Matratze ein bis drei Zentimeter höher.
Fazit: Ein Matratzenschutz ist die günstigste Versicherung fürs Bett
Ein Matratzenschutz kostet wenig und verlängert die Lebensdauer deiner Matratze deutlich. Für die meisten Betten reicht ein Molton-Matratzenschoner als Spannbettlaken: saugfähig, heiß waschbar, rutschfest. Wasserdichte Varianten mit atmungsaktiver Membran sind sinnvoll bei Kindern, Inkontinenz und im Gästebett. Encasings sind die Lösung für Hausstauballergiker und helfen auch gegen Bettwanzen. Ein Unterbett ist dagegen eher Komfort als Schutz. Wer diese Unterschiede kennt, kauft einmal richtig – und schläft jahrelang auf einer sauberen Matratze.
Häufige Fragen zum Matratzenschutz
Wie sinnvoll sind Matratzenschoner?
Sehr sinnvoll. Sie schützen die Matratze vor Schweiß, Flecken und Schmutz, lassen sich im Gegensatz zur Matratze waschen und sichern oft die Garantie des Herstellers.
Sind Matratzenschoner immer wasserdicht?
Nein. Klassische Molton-Schoner sind saugfähig, aber nicht wasserdicht. Wasserdicht sind nur Schoner mit einer Beschichtung oder Membran auf der Unterseite.
Was ist Molton?
Molton ist ein dichter, beidseitig angerauter Baumwollstoff. Er ist weich, sehr saugfähig und verträgt hohe Waschtemperaturen – deshalb wird er für Matratzenschoner verwendet.
Ist Molton wasserdicht?
Reiner Molton ist nicht wasserdicht. Es gibt aber Moltonauflagen mit wasserdichter Beschichtung auf der Unterseite.
Was ist ein Unterbett?
Eine gefüllte, gesteppte Auflage auf der Matratze unter dem Laken. Sie macht das Bett weicher und wärmer, schützt die Matratze aber weniger gut als ein Molton-Schoner.
Was ist ein Encasing?
Ein milbendichter Bezug, der Matratze, Kissen oder Decke komplett umschließt. Er hält Hausstaubmilben und ihre Allergene zurück und wird vor allem Allergikern empfohlen.
Braucht man einen Matratzenschoner auf dem Lattenrost?
Bei hochwertigen Matratzen auf einfachen Lattenrosten ist ein Schoner zwischen Lattenrost und Matratze sinnvoll. Er schützt die Unterseite vor Abrieb und verbessert die Luftzirkulation.
Welche Seite des Matratzenschoners gehört nach oben?
Bei Molton ist es egal. Bei wasserdichten Schonern und Inkontinenzauflagen zeigt die weiche Stoffseite nach oben, die beschichtete Seite liegt auf der Matratze.
Welche Matratzenauflage bei starkem Schwitzen?
Eine atmungsaktive Auflage aus Baumwolle oder Tencel ohne Kunststoffbeschichtung. Wasserdichte Folien ohne Atmungsaktivität verstärken das Schwitzen.
Zahlt die Krankenkasse ein Encasing?
Bei ärztlich festgestellter Hausstaubmilbenallergie kann ein Encasing verordnet werden. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht – manche Kassen zahlen einen Zuschuss, andere nichts. Vorher nachfragen lohnt sich.