Kühlende Spannbettlaken für den Sommer, warme für den Winter
Share
Kühlende Spannbettlaken sorgen dafür, dass du in heißen Nächten nicht auf einer feuchtwarmen Fläche liegst. Im Winter willst du genau das Gegenteil: ein Laken, das sich beim Hinlegen nicht kalt anfühlt. Entscheidend ist in beiden Fällen weniger die Marke als das Material und die Webart.
In diesem Ratgeber erfährst du, welches Spannbettlaken im Sommer kühlt, welche Stoffe im Winter wärmen und worauf du bei Größe und Steghöhe achten solltest. Einen Überblick über alle Stoffe findest du außerdem im Materialvergleich für Spannbettlaken.
Kühlendes Bettlaken: Was ein Spannbettlaken im Sommer kühl macht
Ein kühlendes Bettlaken senkt nicht aktiv die Temperatur. Es fühlt sich kühl an, weil es drei Dinge gut kann: Luft durchlassen, Feuchtigkeit aufnehmen und sie schnell wieder abgeben. Nachts gibt der Körper Schweiß ab, auch wenn du es nicht bemerkst. Bleibt diese Feuchtigkeit zwischen Haut und Laken hängen, entsteht das typische klamme, warme Gefühl.
Worauf es bei einem kühlenden Spannbettlaken ankommt:
- Naturfaser statt Kunstfaser: Baumwolle, Leinen und Lyocell nehmen Feuchtigkeit auf. Polyester und Mikrofaser tun das kaum und stauen Wärme.
- Glatte, dichte Webart: Perkal und Leinwandbindung fühlen sich trocken und kühl an. Weiche, aufgeraute Oberflächen halten dagegen Wärme.
- Keine luftdichte Schicht: Wasserdichte Spannbettlaken mit Kunststoffbeschichtung sind hygienisch sinnvoll, aber weniger atmungsaktiv. Im Hochsommer schläfst du darauf meist wärmer.
- Guter Sitz: Ein Laken, das Falten wirft oder verrutscht, liegt nicht plan auf der Matratze. Achte deshalb auf die passende Steghöhe.
Auch die Farbe spielt keine Rolle für die Kühle im Bett, solange das Laken nicht in der Sonne liegt. Entscheidend ist allein der Stoff.
Spannbettlaken Sommer: Welches Material im Sommer am besten ist
Welches Spannbettlaken im Sommer das richtige ist, hängt davon ab, wie stark du nachts schwitzt und wie sich der Stoff auf der Haut anfühlen soll. Diese Materialien eignen sich für warme Nächte:
Baumwolle: der Allrounder für das ganze Jahr
Baumwolle nimmt Feuchtigkeit gut auf, ist atmungsaktiv und hautfreundlich. Sie lässt sich bei 60 °C waschen und ist damit auch im Sommer hygienisch, wenn du häufiger wechselst. Für die meisten Schläfer ist ein Spannbettlaken aus Baumwolle die einfachste Lösung für Sommer und Winter zugleich.
Perkal: glatt, matt und angenehm frisch
Perkal ist Baumwolle in dichter Leinwandbindung. Die Oberfläche ist matt und fühlt sich beim Hinlegen kühl und trocken an. Wer im Sommer schnell schwitzt, ist mit Perkal gut beraten.
Leinen: das kühlste Naturmaterial
Leinen leitet Wärme gut ab und trocknet schnell. Es wirkt etwas rauer als Baumwolle und knittert stärker. Dafür gilt es als besonders kühlend in heißen Nächten.
Lyocell (Tencel): weich und feuchtigkeitsregulierend
Lyocell wird aus Holzzellulose gewonnen und nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf. Der Stoff fühlt sich seidig an und bleibt auch bei Schweiß angenehm trocken.
Jersey: bequem, aber eher wärmer
Jersey ist dehnbar, pflegeleicht und sitzt stramm auf der Matratze. Durch die gestrickte Struktur hält er etwas mehr Wärme als gewebte Baumwolle. Im Hochsommer ist Jersey deshalb nur die zweite Wahl.
Kurz gesagt: Für den Sommer sind Baumwolle, Perkal, Leinen und Lyocell geeignet. Mikrofaser, Polyester, Fleece und Biber solltest du in warmen Monaten eher vermeiden.

Spannbettlaken Winter: Warme Spannbettlaken für kalte Nächte
Ein warmes Spannbettlaken hat eine weiche, aufgeraute Oberfläche. Die kleinen Fasern schließen Luft ein und fühlen sich beim Hinlegen sofort warm an. Das ist vor allem in unbeheizten Schlafzimmern oder bei kalten Füßen angenehm.
Biber: aufgeraute Baumwolle
Biber-Spannbettlaken bestehen aus Baumwolle, deren Oberfläche aufgeraut ist. Sie bleiben dadurch atmungsaktiv und nehmen Feuchtigkeit auf, fühlen sich aber deutlich wärmer an als glatte Baumwolle. Nachteil: Biber neigt mit der Zeit zu Knötchenbildung.
Flanell: ähnlich wie Biber, meist etwas fester
Flanell ist ebenfalls ein aufgerauter Stoff, oft aus Baumwolle. Im Alltag werden Biber und Flanell häufig gleichbedeutend verwendet. Beide sind eine gute Wahl, wenn du es warm magst, aber auf Naturfasern nicht verzichten willst.
Fleece und Teddy: sehr warm, aber kaum atmungsaktiv
Fleece- und Teddy-Spannbettlaken bestehen meist aus Polyester. Sie wärmen stark, nehmen aber kaum Feuchtigkeit auf. Wer nachts leicht schwitzt, wacht darauf schnell verschwitzt auf.
Tipp: Baumwolle mit der richtigen Unterlage
Du musst nicht für jede Jahreszeit ein eigenes Laken kaufen. Ein Spannbettlaken aus Baumwolle funktioniert das ganze Jahr. Im Winter sorgt ein dickerer Molton-Matratzenschoner unter dem Laken für eine zusätzliche, wärmende Schicht.

Sommer Spannbettlaken oder Winter-Laken? Der Vergleich
|
Material |
Gefühl |
Atmungsaktiv |
Sommer |
Winter |
|---|---|---|---|---|
|
Baumwolle |
glatt, neutral |
ja |
gut |
gut |
|
Perkal |
kühl, trocken, matt |
ja |
sehr gut |
mittel |
|
Leinen |
kühl, etwas rau |
ja |
sehr gut |
eher nicht |
|
Lyocell |
seidig, trocken |
ja |
sehr gut |
mittel |
|
Jersey |
weich, dehnbar |
mittel |
mittel |
gut |
|
Biber / Flanell |
weich, warm |
ja |
nein |
sehr gut |
|
Fleece / Teddy |
flauschig, sehr warm |
kaum |
nein |
gut (bei wenig Schweiß) |
Wenn du nur ein Laken für das ganze Jahr willst, ist Baumwolle der beste Kompromiss.
Das passende Spannbettlaken für deine Matratzengröße
Ein kühlendes Spannbettlaken wirkt nur, wenn es faltenfrei sitzt. Miss deshalb vor dem Kauf Länge, Breite und Höhe deiner Matratze, inklusive Topper.
- Einzelbett und Jugendbett: Ein Spannbettlaken 120x200 passt auf breite Einzelbetten und viele Jugendbetten.
- Doppelbett: Das Spannbettlaken 180x200 ist die häufigste Größe für Paare. Bei zwei getrennten Matratzen hält ein gemeinsames Laken beide zusammen.
- Große Betten und Boxspringbetten: Für breite Liegeflächen gibt es das Spannbettlaken 200x200.
- Hohe Matratzen: Bei Boxspringbetten oder Matratzen mit Topper brauchst du eine größere Steghöhe, zum Beispiel bis 30 cm.
Alle Größen und Farben findest du in unserer Kategorie Spannbettlaken. Die Laken bestehen aus Baumwolle und sind für Matratzenhöhen bis 18 cm und bis 30 cm erhältlich.
FAQ: Häufige Fragen zu kühlenden und warmen Spannbettlaken
Welches Spannbettlaken ist im Sommer am besten?
Im Sommer eignen sich Spannbettlaken aus Baumwolle, Perkal, Leinen oder Lyocell. Diese Naturfasern sind atmungsaktiv und nehmen Schweiß auf. Kunstfasern wie Mikrofaser oder Polyester stauen dagegen Wärme.
Gibt es kühlende Spannbettlaken?
Ja, allerdings kühlen sie nicht aktiv. Ein kühlendes Spannbettlaken fühlt sich frisch an, weil es Luft durchlässt und Feuchtigkeit schnell von der Haut wegleitet. Am deutlichsten merkst du das bei Perkal und Leinen.
Welches Material für Spannbettlaken im Sommer?
Das kühlste Material ist Leinen, gefolgt von Perkal und Lyocell. Baumwolle ist der beste Kompromiss, wenn du ein Laken für das ganze Jahr suchst.
Welches Spannbettlaken hält im Winter warm?
Im Winter wärmen Biber- und Flanell-Spannbettlaken am besten, ohne dass du auf Naturfasern verzichten musst. Fleece und Teddy sind noch wärmer, aber kaum atmungsaktiv.
Ist Jersey im Sommer geeignet?
Jersey ist bequem und pflegeleicht, hält aber etwas mehr Wärme als gewebte Baumwolle. Für sehr warme Nächte ist ein glatter Baumwollstoff wie Perkal besser.
Wie oft sollte ich das Spannbettlaken im Sommer wechseln?
Im Sommer schwitzt du mehr, deshalb empfiehlt sich ein Wechsel etwa jede Woche. Mehr dazu liest du im Ratgeber Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln?
Brauche ich für Sommer und Winter zwei verschiedene Spannbettlaken?
Nein. Ein Spannbettlaken aus Baumwolle passt das ganze Jahr. Wer es im Winter wärmer mag, kombiniert es mit einem Molton-Matratzenschoner oder greift zusätzlich zu Biber.