Die Szene kennt jeder, der öfter in die Sauna geht: Jemand kommt zum ersten Mal in die Kabine, das Handtuch fest um den Körper gewickelt, setzt sich damit auf die Bank und lässt die Füße direkt auf dem Holz stehen. Spätestens beim Aufguss guckt der Saunameister rüber. Nicht wegen der Nacktheit, sondern wegen des Schweißes auf dem Holz.
Beim Handtuch geht es in der Sauna nämlich weniger um Scham als um Hygiene. Wer die Regeln einmal verstanden hat, fühlt sich deutlich entspannter. Hier steht, was in deutschen Saunen gilt, wann das Handtuch um den Körper darf und wann drunter, was du anziehst und mitnimmst und wie es im Ausland läuft.
Das Wichtigste in Kürze
- Unterlage ist Pflicht: In der Kabine liegt oder sitzt du komplett auf dem Handtuch, Füße eingeschlossen.
- Textilfrei: Deutsche Saunen sind fast immer textilfrei. Badehose und Badeanzug sind in der Kabine nicht erlaubt.
- Ablegen: Das Handtuch musst du nicht vom Körper nehmen, aber in vielen Saunen wird erwartet, dass du darauf sitzt statt darin eingewickelt.
- Ausnahme Textilsauna: Dort sind Badekleidung oder umgebundene Tücher ausdrücklich erlaubt.
Sauna-Regeln in Deutschland: Was fürs Handtuch gilt
Die wichtigste Sauna-Regel klingt banal: Kein Schweiß aufs Holz. Saunabänke sind aus unbehandeltem Holz, meist Abachi oder Espe. Das Holz nimmt Feuchtigkeit auf, und Schweiß, der dort hineinzieht, riecht irgendwann und ist ein Hygieneproblem. Deshalb legst du in der Kabine ein großes Handtuch so hin, dass dein ganzer Körper darauf Platz hat. Beim Sitzen gehören auch die Füße aufs Tuch, beim Liegen der Kopf.

Dafür braucht es mehr Stoff, als ein normales Badetuch hat. Ein Saunatuch ist länger, typisch sind 70 x 180 oder 80 x 200 cm. Damit kannst du dich auf der oberen Bank ausstrecken, ohne dass Ferse oder Hinterkopf über den Rand ragen. In unseren Saunatüchern ist die Länge genau darauf ausgelegt.
Zum Sauna-Knigge in Deutschland gehören außerdem ein paar Punkte, die nichts mit dem Handtuch zu tun haben, aber oft zusammen gefragt werden:
- Vor dem ersten Gang duschen und gut abtrocknen. Trockene Haut schwitzt schneller.
- Während eines Aufgusses nicht rein- oder rausgehen, die Tür lässt die Hitze entweichen.
- Leise sein. Gespräche gehören in den Ruheraum, nicht in die Kabine. Und auch dort nur flüsternd.
- Nach dem Gang zuerst an die frische Luft, dann kalt abduschen, erst danach ins Tauchbecken.
- Schuhe, Bademantel und Handy bleiben vor der Kabine.
Muss man in der Sauna das Handtuch ablegen?
Die kurze Antwort: Nein, du darfst das Handtuch tragen. Es muss aber immer unter dir liegen, sobald du sitzt oder liegst. Auf dem Weg zur Kabine oder zur Dusche hat man in der Sauna sein Handtuch meist umgebunden, das ist völlig normal. In der Kabine breitest du es dann aus und setzt dich drauf.
Ob man sich zusätzlich bedecken darf, hängt vom Betreiber ab. In den meisten öffentlichen Saunen wird es geduldet, wenn du das Handtuch beim Sitzen über den Schoß legst, solange der Körper sonst auf dem Tuch liegt. Manche Häuser sehen das strenger und weisen am Eingang darauf hin. Wer sich wohler fühlt, wenn er bedeckt ist, nimmt einfach zwei Tücher mit: ein Saunatuch zum Draufsitzen und eines der kleineren Handtücher zum Drüberlegen.
Du darfst das Handtuch in der Sauna also anlassen. Auch in einer textilfreien Sauna darfst du es tragen, textilfrei bezieht sich auf Badekleidung, nicht auf das Tuch. Entscheidend ist nur, dass kein Stück Haut das Holz berührt.
Gemischte Sauna ohne Handtuch: Wie streng ist das?
In gemischten Saunen sitzen Frauen und Männer gemeinsam, fast immer nackt auf dem Handtuch. Ohne Handtuch, also nackt direkt auf der Bank, sitzt dort niemand. Das wäre der eigentliche Regelverstoß. Wer sich in der gemischten Sauna unsicher fühlt, findet in vielen Thermen einen Damentag oder eine eigene Damensauna.
Warum darf man in der Sauna keine Kleidung tragen?
Dafür gibt es drei handfeste Gründe. Badekleidung bringt Chlor, Sonnencreme und Reste aus dem Schwimmbad mit, die in der Hitze ausdünsten. Kunstfasern in Badeanzügen und Badehosen werden bei 80 bis 100 Grad heiß und können auf der Haut unangenehm brennen. Und Stoff, der eng anliegt, behindert das Schwitzen und die Abkühlung danach. Ein lockeres Baumwollhandtuch stört all das kaum. Dass man in Deutschland ohne Kleidung in die Sauna geht, hat also praktische Gründe und nichts mit Freikörperkultur zu tun.
Was ist eine Textilsauna?
Eine Textilsauna ist eine Sauna, in der Badekleidung ausdrücklich erlaubt ist. Textilsauna bedeutet also: Du gehst mit Badehose oder Badeanzug in die Kabine, oder du umwickelst dich mit dem Handtuch. Solche Saunen findest du vor allem in Freizeitbädern, Thermen mit internationalen Gästen und in Hotels. Die Handtuch-Regel gilt aber auch dort: Unterlage aufs Holz, Füße auf das Tuch. Ob eine Sauna textilfrei oder textil ist, steht am Eingang.
Was zieht man in der Sauna an?
In der Kabine selbst: nichts außer dem Handtuch. Zwischen den Gängen trägst du einen Bademantel und Badeschlappen. Der Bademantel hält dich im Ruheraum warm, wenn der Körper nach dem Abkühlen auskühlt, und er trocknet die letzten Tropfen nach der Dusche. Badeschlappen sind Pflicht, weil auf nassen Fliesen Fußpilz übertragen werden kann.
Bei der Sauna-Kleidung für Damen sind Saunakilts beliebt, also Tücher mit Klett- oder Druckknopfverschluss, die nicht verrutschen. Für die Kabine sind sie aber genauso tabu wie Badekleidung, wenn die Sauna textilfrei ist. Ein Bademantel für Damen aus Frottee erledigt denselben Job auf dem Weg zum Ruheraum, und darunter darfst du trotzdem nackt sein.
Welcher Bademantel ist für die Sauna der beste?
Für die Sauna würde ich keinen superschweren Mantel nehmen. Er wird nach dem zweiten Gang nass und trocknet bis zum dritten nicht mehr. Besser ist Walkfrottee mit rund 350 g/m² oder Waffelpiqué. Beide saugen gut, sind leicht genug für die Sporttasche und trocknen auf dem Liegestuhl in der Ruhezone schneller. Microflausch hält zwar warm, saugt aber kaum. Als Material für den Bademantel in der Sauna ist er deshalb die schlechteste Wahl. Welche Größe und welcher Schnitt zu dir passen, steht im Ratgeber welcher Bademantel passt.
Eine Kapuze ist praktisch, wenn du nach dem Kaltwasserbecken nasse Haare hast. Bei der Sauna-Kleidung für Herren gilt dasselbe wie für Frauen: ein Bademantel für Herren mit Kimono-Schnitt oder Schalkragen aus Baumwolle, lang genug, dass du dich im Ruheraum hinlegen kannst, ohne dass die Beine frieren.
Sauna: Was mitnehmen? Die Packliste
Die Tasche für einen Saunatag ist schnell gepackt, wenn du einmal weißt, was du brauchst. Die meisten vergessen nicht das Saunatuch, sondern das zweite Tuch zum Abtrocknen.

| Was | Wofür |
|---|---|
| Saunatuch, 70 x 180 oder 80 x 200 cm | Unterlage in der Kabine |
| Bade- oder Duschtuch | Abtrocknen nach Dusche und Tauchbecken |
| Bademantel | Ruheraum, Wege zwischen den Gängen |
| Badeschlappen | Hygiene auf nassen Fliesen |
| Wasserflasche oder ungesüßter Tee | Flüssigkeit ausgleichen |
| Duschgel, Shampoo, Haargummi | Duschen vor und nach den Gängen |
| Buch oder Zeitschrift | Ruhezeit (Handy bleibt besser im Spind) |
Zum Abtrocknen reicht ein normales Badetuch. Wer drei oder mehr Gänge macht, nimmt zwei Tücher zum Abtrocknen mit, weil das erste nach dem zweiten Gang durchnässt ist. Unsere Badetücher sind dafür groß genug und lassen sich wie das Saunatuch heiß waschen.
Manche Saunen verleihen Handtücher und Bademäntel gegen Gebühr. Das ist praktisch, wenn du spontan gehst. Für regelmäßige Besuche lohnt sich ein eigenes Set, weil Leihtücher oft klein und durch Industriewäsche hart sind.
Sauna-Regeln im Ausland: Finnland, Schweden, Italien und Co.
Wer im Urlaub in die Sauna geht, merkt schnell, dass die deutsche Textilfreiheit keine Weltregel ist. Die Unterschiede betreffen vor allem die Kleidung, weniger das Handtuch.
| Land | Kleidung | Handtuch |
|---|---|---|
| Finnland | Nackt, öffentliche Saunen meist nach Geschlechtern getrennt | Oft nur ein kleines Sitztuch, das am Eingang bereitliegt |
| Schweden | Nackt in getrennten Saunen, Badekleidung in gemischten | Unterlage üblich |
| Norwegen | Öffentliche Saunen am Wasser meist mit Badekleidung | Unterlage üblich |
| Österreich | Wie in Deutschland meist textilfrei | Großes Tuch als Unterlage, Pflicht |
| Dänemark | In Saunavereinen oft nackt, in Hallenbädern eher mit Badekleidung | Unterlage üblich |
| Italien | Meist Badekleidung oder umgewickeltes Handtuch | Unterlage üblich |
In Finnland ist die Sauna Alltag und viel weniger förmlich als bei uns. Kleidung trägt dort niemand in der Kabine, das Sitztuch ist eher ein Stück Papier oder Leinen als ein großes Saunatuch. In Italien und Südeuropa ist es umgekehrt: Nackt in die gemischte Sauna zu gehen, sorgt dort eher für Irritation. Im Zweifel hilft ein Blick auf das Schild am Eingang oder darauf, was die anderen tragen.
Die Sauna-Regeln in Österreich entsprechen weitgehend den deutschen, inklusive großem Tuch als Unterlage. In Norwegen ist die Kleidung in der Sauna lockerer geregelt: An den Saunen am Fjord oder im Hafen tragen die meisten Badesachen, weil zwischendurch ins Meer gesprungen wird. Wer in Dänemark in die Sauna geht, sollte die Regeln vorher nachlesen. Saunavereine und öffentliche Bäder handhaben das sehr unterschiedlich.
Was ist ein gutes Saunatuch?
Ein Saunatuch ist ein großes Frotteetuch, das als Unterlage auf der Saunabank dient und lang genug ist, dass du dich ganz darauf legen kannst. Ein gutes Saunatuch erkennst du an drei Dingen. Es ist aus 100 % Baumwolle, weil Kunstfaser auf heißem Holz unangenehm wird. Es hat ein Gewicht von etwa 400 bis 450 g/m², damit der Schweiß nicht bis aufs Holz durchgeht. Und es verträgt 60 °C oder mehr, damit du es nach jedem Saunatag hygienisch waschen kannst. Welche Maße für dich passen, steht im Ratgeber Handtuch Größe.
Helle Farben haben einen praktischen Vorteil: Sie lassen sich heiß waschen, ohne auszubleichen. Ein weißes Saunatuch aus Walkfrottee darf oft sogar kochend in die Maschine. Wie du Frottee richtig wäschst, damit es saugfähig bleibt, steht in unserem Ratgeber Handtücher waschen.
Nach dem Saunatag gehört das Tuch nicht zurück in den Schrank, sondern direkt in die Wäsche. Es hat Schweiß aufgenommen und lag stundenlang feucht in der Tasche.
Fazit: Drunter statt drumherum
Das Handtuch in der Sauna ablegen musst du nicht, du musst es nur richtig benutzen. In der Kabine liegt es unter dir, groß genug für den ganzen Körper inklusive Füße. Auf dem Weg dorthin darfst du es umbinden. Badekleidung bleibt in deutschen Saunen draußen, außer in einer ausgewiesenen Textilsauna. Mit Saunatuch, einem zweiten Tuch zum Abtrocknen, einem leichten Bademantel und Badeschlappen bist du für jeden Saunatag gerüstet.
Häufige Fragen zum Handtuch in der Sauna
Darf man in der Sauna ein Handtuch tragen?
Ja. Auf dem Weg zur Kabine und zurück darfst du das Handtuch umbinden. In der Kabine muss es aber als Unterlage unter deinem Körper liegen. Ob du dich zusätzlich bedecken darfst, legt der Betreiber fest, in vielen Saunen wird es geduldet.
Muss man in der Sauna nackt sein?
In deutschen und österreichischen Saunen ist die Kabine fast immer textilfrei, Badehose und Badeanzug sind dort nicht erlaubt. Nackt heißt aber nicht ohne Handtuch: Du sitzt oder liegst immer auf einem großen Tuch.
Warum muss das Handtuch auch unter den Füßen liegen?
Weil auch die Füße schwitzen und Schweiß ins unbehandelte Holz der Bänke zieht. Das führt zu Geruch und ist unhygienisch. Deshalb soll jeder Körperteil, der das Holz berührt, auf dem Tuch liegen.
Was ist eine Textilsauna?
Eine Textilsauna ist eine Sauna, in der Badekleidung oder ein umgewickeltes Handtuch erlaubt sind. Du findest sie vor allem in Freizeitbädern, Thermen und Hotels. Eine Unterlage aufs Holz brauchst du trotzdem.
Was zieht man in der Sauna an?
In der Kabine nichts außer dem Handtuch als Unterlage. Zwischen den Gängen trägst du einen Bademantel und Badeschlappen, damit du im Ruheraum nicht auskühlst und auf den Fliesen geschützt bist.
Kann man mit Badehose in die Sauna?
In einer textilfreien Sauna nicht. Badekleidung bringt Chlor und Schwimmbadreste mit und Kunstfasern werden in der Hitze unangenehm heiß. In einer ausgewiesenen Textilsauna ist die Badehose dagegen erlaubt.
Was muss man in die Sauna mitnehmen?
Ein großes Saunatuch als Unterlage, ein Bade- oder Duschtuch zum Abtrocknen, Bademantel, Badeschlappen, etwas zu trinken und Duschsachen. Wer mehrere Gänge macht, packt ein zweites Tuch zum Abtrocknen ein.
Welcher Bademantel ist gut für die Sauna?
Ein leichter Bademantel aus Walkfrottee mit rund 350 g/m² oder aus Waffelpiqué. Er saugt gut und trocknet zwischen den Gängen schneller als ein schwerer Mantel. Microflausch eignet sich weniger, weil er kaum Feuchtigkeit aufnimmt.
Wie sind die Regeln in einer gemischten Sauna?
Frauen und Männer sitzen gemeinsam, in Deutschland fast immer nackt auf dem Handtuch. Es gelten dieselben Regeln wie überall: Unterlage für den ganzen Körper, Ruhe in der Kabine und Rücksicht beim Aufguss.
Wie ist das mit Kleidung in der Sauna in Finnland?
In Finnland geht man nackt in die Sauna, öffentliche Saunen sind meist nach Geschlechtern getrennt. Statt eines großen Saunatuchs reicht dort oft ein kleines Sitztuch aus Papier oder Leinen.
Daniel beschäftigt sich seit acht Jahren mit Bettwäsche, Spannbettlaken, Bettdecken, Kopfkissen, Handtüchern und Badvorlegern in Hotelqualität – durch die Betreuung von über 80.000 Gästen in Premium Serviced Apartments über sein Unternehmen residir. Dieses Praxiswissen fließt in jede Produktauswahl bei Bästa ein. Mehr über Daniel →