Bettdecke aufbewahren: Lagern, Vakuumieren und die richtige Aufbewahrungstasche für Bettdecken
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In unseren Apartments liegen für jedes Bett zwei Decken bereit: eine leichte für den Sommer, eine wärmere für den Winter. Die jeweils freie Decke verbringt ein halbes Jahr im Lager. Anfangs haben wir sie platzsparend in Vakuumbeutel gepresst. Nach dem ersten Wechsel im Herbst lagen die Daunendecken flach und muffig auf dem Tisch und brauchten Tage im Trockner und an der Luft, bis sie wieder aufgebauscht waren. Seitdem machen wir es anders.
Wer seine Sommer- oder Winterdecke verstauen will, hat im Grunde vier Möglichkeiten. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Aufbewahrung für welche Füllung passt, wann Vakuumieren sinnvoll ist und worauf du bei einer Aufbewahrungstasche achten solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Sauber und trocken einlagern: Vor dem Verstauen waschen oder gründlich lüften, sonst drohen Geruch, Stockflecken und Milben.
- Atmungsaktiv statt luftdicht: Eine Aufbewahrungstasche aus Baumwolle oder Vlies ist für längere Zeit die beste Wahl.
- Vakuum nur kurz: Faserdecken vertragen das Vakuumieren, Daunen und Naturhaar nur für kurze Zeit, etwa beim Umzug.
- Ort zählt: Trocken, dunkel und ohne große Temperaturschwankungen. Feuchter Keller und heißer Dachboden sind schlechte Lagerorte.
Aufbewahrung für Bettdecken: Die 4 Möglichkeiten im Vergleich
Welche Aufbewahrung für Bettdecken die richtige ist, hängt vor allem von der Füllung und der Dauer ab. Die folgende Übersicht zeigt, was sich in unserem Lager bewährt hat:
|
Aufbewahrung |
Vorteile |
Nachteile |
Geeignet für |
|---|---|---|---|
|
Aufbewahrungstasche aus Baumwolle oder Vlies |
atmungsaktiv, schützt vor Staub |
braucht Platz |
alle Füllungen, auch monatelang |
|
Vakuumbeutel |
spart bis zu drei Viertel Platz |
luftdicht, drückt die Füllung zusammen |
Faserdecken, Daunen nur kurz |
|
Aufbewahrungsbox |
stapelbar, stabil |
Plastikboxen sind oft luftdicht |
Faserdecken, mit Lüftungsschlitzen auch mehr |
|
Offen im Schrank oder Bettkasten |
schnell greifbar |
Staub, Motten, Gerüche |
Wechseldecken, die oft genutzt werden |
Für die meisten Haushalte ist eine atmungsaktive Tasche der beste Kompromiss. Sie schützt vor Staub und Licht, lässt aber Feuchtigkeit entweichen. Das gilt für eine leichte Sommerdecke genauso wie für eine dicke Bettdecke 155x220, die im Sommer Platz im Schrank braucht.
Vor dem Einlagern: Waschen, trocknen, lüften
Der wichtigste Schritt passiert vor dem Verstauen. Eine Decke nimmt über Monate Schweiß und Hautschuppen auf. Wird sie so eingelagert, fangen Geruch und Milben im Schrank erst richtig an. So bereiten wir Decken für die Einlagerung vor:
- Waschen oder reinigen: Nach Pflegeetikett waschen, am besten bei 60 °C, wenn die Decke das verträgt. Wie das für jedes Material klappt, erkläre ich im Ratgeber Bettdecke waschen.
- Vollständig trocknen: Restfeuchte in der Füllung ist der häufigste Grund für muffige Decken nach dem Lagern. Lieber einen Trocknergang mehr.
- Auslüften: Nach dem Trocknen noch ein paar Stunden an der Luft liegen lassen, damit auch die letzte Feuchtigkeit entweicht.
- Locker falten: Nicht knicken und quetschen, sondern der Länge nach dritteln und dann locker zusammenlegen.
Eine waschbare Faserdecke lässt sich vor dem Einlagern einfach in die Maschine stecken. Bei Daunendecken reicht oft gründliches Lüften, wenn die letzte Wäsche nicht lange zurückliegt.
Bettdecke vakuumieren: Wann es sinnvoll ist und wann nicht
Wer Bettdecken platzsparend aufbewahren will, greift oft zum Vakuumbeutel. Er spart enorm Platz. Aus einer bauschigen Decke wird ein flaches Paket, das unters Bett oder oben in den Schrank passt. Kann man Bettdecken vakuumieren? Ja, aber nicht jede und nicht beliebig lange.
- Faserdecken: Polyester- und Mikrofaserdecken vertragen das Vakuumieren meist gut, etwa eine waschbare Bettdecke 135x200 mit Faserfüllung. Nach dem Auspacken aufschütteln oder kurz in den Trockner, dann sind sie wieder in Form.
- Daunendecken: Daunen vakuumieren solltest du nur kurzzeitig, etwa beim Umzug. Monatelang zusammengepresst verlieren Daunen an Bauschkraft, und die Decke wärmt schlechter.
- Naturhaar und Seide: Kamelhaar, Schurwolle und Seide brauchen Luft. Hier ist eine atmungsaktive Tasche die bessere Wahl.
Übrigens: Vakuumieren tötet Milben nicht zuverlässig ab. Wer eine Bettdecke gegen Milben vakuumieren möchte, sollte sie vorher bei 60 °C waschen. Das ist die wirksamere Methode. Und wichtig: Nur trockene Decken einschweißen. Ist noch Feuchtigkeit in der Füllung, kann sich im luftdichten Beutel Schimmel bilden.
Daunendecke im Sommer lagern
Eine Daunendecke lagerst du am besten locker in einer großen Baumwolltasche oder einem alten Bettbezug, liegend und ohne schwere Gegenstände darauf. So kann sie ihre Bauschkraft behalten. Nach dem Auspacken im Herbst die Decke einige Stunden lüften und kräftig aufschütteln. Wer seine Daunendecke platzsparend aufbewahren muss, kann sie leicht komprimieren, aber nicht vakuumieren.

Aufbewahrungstasche für Bettdecken: Worauf achten?
Eine gute Tasche für Bettdecken ist unspektakulär, macht aber viel aus. Diese Punkte lohnen einen Blick:
- Material: Baumwolle oder atmungsaktives Vlies. Eine Aufbewahrungstasche für Bettdecken aus Baumwolle ist die natürlichste Lösung, Vlies ist leichter und günstiger.
- Größe: Die Decke soll locker hineinpassen. Für große Bettdecken gibt es Aufbewahrungstaschen in XXL, die auch eine Decke plus Kissen aufnehmen.
- Sichtfenster: Zeigt, welche Decke drin ist, ohne dass du alles auspacken musst.
- Reißverschluss: Rundum laufend, damit die Decke leicht hinein und heraus geht.
- Tragegriffe: Praktisch, wenn die Tasche oben im Schrank oder im Keller steht.
Plastiktaschen ohne Lüftung sehen ähnlich aus, sind für lange Lagerzeiten aber ungeeignet. Wenn du keine Tasche kaufen willst, tut es auch ein sauberer, alter Bettbezug. Darin lagern wir Wechseldecken im Apartment-Lager seit Jahren problemlos.
Große Decken wie eine Bettdecke 200x200 brauchen eine Tasche mit ordentlich Volumen. Miss die gefaltete Decke vor dem Kauf ungefähr aus.

Bettdecke platzsparend falten und verstauen
Wie du eine Bettdecke richtig faltest, entscheidet darüber, wie viel Platz sie braucht und wie gut sie die Lagerung übersteht. So klappt es einfach:
- Decke glatt auf dem Bett ausbreiten und kurz aufschütteln.
- Der Länge nach in Drittel falten, sodass ein langer Streifen entsteht.
- Den Streifen vom Fußende her locker einrollen oder zweimal zusammenlegen.
- In die Tasche legen, ohne nachzudrücken.
Diese Anleitung funktioniert für jede Größe unserer Bettdecken. Wer Bettdecken besonders platzsparend verstauen will, rollt statt zu falten, denn eine Rolle hat keine harten Knicke. Beim Zusammenlegen gilt: lieber locker als eng, damit die Füllung nicht dauerhaft gequetscht wird.
Und wohin mit der Bettdecke? Diese Ideen zur Aufbewahrung haben sich bewährt:
- Oberes Schrankfach: trocken und dunkel, ideal für Taschen.
- Bettkasten oder Unterbett-Box: platzsparend, aber regelmäßig lüften, da es unter dem Bett staubiger ist.
- Truhe oder Bank am Fußende: praktisch, wenn du eine Bettdecke tagsüber verstauen willst.
- Nicht in den feuchten Keller oder auf den heißen Dachboden: Feuchtigkeit fördert Schimmel, Hitze schadet Daunen und Kunstfasern.
Kopfkissen und Decken gemeinsam aufbewahren
Wer Bettdecken und Kissen gemeinsam aufbewahren möchte, legt das Kissen oben auf die gefaltete Decke in dieselbe Tasche. Für Kissen gelten dieselben Regeln: sauber, trocken, atmungsaktiv. Federkissen lassen sich nach dem Lagern gut aufschütteln, Faserkissen verlieren durch langes Zusammenpressen eher an Form. Ist ein Kissen nach dem Lagern platt und bleibt es auch nach dem Aufschütteln, lohnt sich ein neues Kopfkissen.
Wolldecken und Plaids aus dem Wohnzimmer gehören ebenfalls nicht in Plastik. Für Wolle helfen Zedernholz oder Lavendelsäckchen gegen Motten.
Nach dem Lagern: So wird die Decke wieder fluffig
Wenn die Sommerdecke gegen die Winterdecke getauscht wird, braucht die ausgelagerte Decke etwas Zuwendung. Aus der Tasche nehmen, ein paar Stunden am offenen Fenster auslüften und kräftig aufschütteln. Faserdecken kannst du für 20 bis 30 Minuten mit ein paar Trocknerbällen in den Trockner geben, das lockert die Füllung. Riecht die Decke muffig, lieber einmal waschen und vollständig trocknen. Wann der richtige Zeitpunkt für den Wechsel zwischen Sommer- und Winterdecke ist, zeigt der Ratgeber 4-Jahreszeiten-Bettdecke und Wärmeklassen.
Wer keine Lust mehr auf Einlagern hat, kann über eine Ganzjahresdecke nachdenken. Die spart dir den halbjährlichen Wechsel und damit auch das Lagern.
Fazit: Sauber, trocken und atmungsaktiv
Eine Bettdecke aufzubewahren ist einfach, wenn du drei Regeln beachtest: Vor dem Einlagern waschen oder gründlich lüften und vollständig trocknen. Atmungsaktiv lagern, am besten in einer Tasche aus Baumwolle oder Vlies. Und nur Faserdecken dauerhaft vakuumieren, Daunen und Naturhaar höchstens kurz. Ein trockener, dunkler Ort ohne große Hitze oder Feuchtigkeit sorgt dafür, dass deine Decke nach dem Auspacken wieder fluffig wird.
Häufige Fragen zum Bettdecke aufbewahren
Wie bewahrt man eine Bettdecke am besten auf?
Sauber und vollständig trocken in einer atmungsaktiven Tasche aus Baumwolle oder Vlies, an einem trockenen, dunklen Ort ohne große Temperaturschwankungen.
Kann man Bettdecken vakuumieren?
Faserdecken ja, auch über mehrere Monate. Daunen- und Naturhaardecken nur kurzzeitig, weil die Füllung sonst an Bauschkraft verliert.
Kann man Daunendecken vakuumieren?
Für einen Umzug oder wenige Wochen ist das in Ordnung. Für die Lagerung über den Sommer ist eine atmungsaktive Tasche besser, damit die Daunen ihre Bauschkraft behalten.
Tötet Vakuumieren Milben ab?
Nicht zuverlässig. Wer Milben loswerden möchte, wäscht die Decke vorher bei 60 °C, wenn das Etikett es erlaubt.
Welche Aufbewahrungstasche für Bettdecken ist die beste?
Eine atmungsaktive Tasche aus Baumwolle oder Vlies mit Reißverschluss, Sichtfenster und genug Volumen, damit die Decke locker hineinpasst.
Wo lagert man Bettdecken am besten?
Im oberen Schrankfach, in einer Truhe oder im Bettkasten. Feuchte Keller und heiße Dachböden sind ungeeignet.
Wie faltet man eine Bettdecke platzsparend?
Der Länge nach dritteln und dann locker einrollen oder zweimal zusammenlegen. Rollen vermeidet harte Knicke in der Füllung.
Muss man eine Bettdecke vor dem Einlagern waschen?
Am besten ja, oder zumindest gründlich lüften. Schweiß und Hautschuppen sorgen sonst während der Lagerung für Geruch und Milben.
Kann man Bettdecken und Kissen zusammen aufbewahren?
Ja, in einer ausreichend großen, atmungsaktiven Tasche. Das Kissen kommt oben auf die gefaltete Decke.
Was tun, wenn die Bettdecke nach dem Lagern muffig riecht?
Einige Stunden lüften und aufschütteln. Hilft das nicht, die Decke waschen und vollständig trocknen.