Bettwäsche waschen: Temperatur & Programm
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Bettwäsche waschen: Temperatur, Programm und Pflege im Überblick
Kaum eine Frage rund ums Bett wird so oft gestellt wie: Wie wäscht man Bettwäsche eigentlich richtig? Zwischen "immer bei 60 Grad" und "am besten kalt waschen" kursieren im Netz viele widersprüchliche Tipps – dabei hängt die richtige Antwort vor allem vom Material deiner Bettwäsche ab, ganz gleich ob du von Bettbezug, Bettlaken oder Bettzeug sprichst, gemeint ist immer dasselbe. Ein erwachsener Mensch verliert pro Nacht mehrere Hundert Milliliter Feuchtigkeit über die Haut, dazu kommen abgestorbene Hautzellen und Hautfett – ein Gemisch, das sich in ungewaschener Bettwäsche innerhalb weniger Tage deutlich anreichert und die bevorzugte Nahrungsquelle für Hausstaubmilben bildet. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, mit welcher Temperatur, welchem Programm und welcher Pflege deine Bettwäsche lange schön, hygienisch sauber und in Form bleibt.

Bettwäsche waschen: Welche Temperatur ist richtig?
Bei der Frage, bei wie viel Grad man Bettwäsche waschen sollte, entscheidet in erster Linie das Material. Als Faustregel gilt: 60 Grad für die meisten Baumwoll- und Mischgewebe-Bettwäschen, sofern das Pflegeetikett nichts anderes vorschreibt. Diese Temperatur tötet zuverlässig Milben, Bakterien und Pilzsporen ab und sorgt für echte Hygiene im Bett. Bei empfindlicheren Stoffen wie Satin, Musselin oder Leinen reichen dagegen häufig schon 40 Grad im Schonwaschgang, damit Fasern und Farben nicht leiden. Wer sich unsicher ist, wie viel Grad im Einzelfall passt, sollte immer zuerst das Pflegeetikett prüfen, statt sich auf eine pauschale Anleitung zu verlassen – es kennt die tatsächliche Zusammensetzung des Gewebes am besten. Für ein kompaktes Einzelbett eignet sich zum regelmäßigen Waschen zum Beispiel eine Bettwäsche 135x200, die sich dank ihrer überschaubaren Größe in praktisch jeder Waschmaschine problemlos bei der jeweils passenden Temperatur reinigen lässt, ohne dass die Trommel überladen wird.
Das richtige Waschprogramm für Bettwäsche
Neben der Temperatur entscheidet auch das gewählte Waschprogramm darüber, wie gut deine Bettwäsche die Reinigung übersteht. Für robuste Baumwoll-Bettwäsche eignet sich das Normal- oder Buntwäscheprogramm bei mittlerer bis hoher Schleuderzahl, während empfindlichere Materialien im Schon- oder Feinwaschgang mit reduzierten Umdrehungen deutlich besser aufgehoben sind. Zu starkes Schleudern kann gerade bei Satin und Musselin feine Fasern beschädigen und für unschöne Knitterfalten sorgen, die sich später nur schwer herausbügeln lassen. Fülle die Trommel außerdem nie zu voll: Bettwäsche braucht ausreichend Bewegungsfreiheit, damit Wasser und Waschmittel überall hingelangen und keine Rückstände im Gewebe zurückbleiben. Wie viele Umdrehungen beim Schleudern tatsächlich sinnvoll sind, hängt dabei stark vom Material ab – als grobe Orientierung gelten 800 bis 1200 Umdrehungen pro Minute für Baumwolle und deutlich weniger für empfindliche Gewebe.
Wie oft sollte man Bettwäsche waschen?
Wie oft Bettwäsche gewaschen werden sollte, hängt stark von der persönlichen Nutzung ab – als Richtwert gilt ein Rhythmus von ein bis zwei Wochen. Wer stark schwitzt, Allergien hat oder mit Haustier schläft, sollte deutlich häufiger waschen. Auch die Raumtemperatur im Schlafzimmer spielt dabei eine Rolle: In einem zu warm beheizten Raum schwitzt der Körper nachts spürbar mehr, wodurch sich die Wechselintervalle entsprechend verkürzen sollten. Die genauen Empfehlungen für unterschiedliche Situationen und Jahreszeiten haben wir ausführlich in unserem Ratgeber Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln? zusammengefasst – dort erfährst du auch, worin sich Bettwäsche wechseln und Bett neu beziehen eigentlich unterscheiden und wie du beides mit der sogenannten Burrito-Methode deutlich schneller erledigst.

Bettwäsche nach Material richtig waschen
Nicht jede Bettwäsche lässt sich gleich behandeln. Musselin-Bettwäsche sollte grundsätzlich schonend bei maximal 40 Grad gewaschen werden, da die lockere Webart bei zu hoher Temperatur schneller ausleiert und ihre typisch weiche Haptik verliert. Baumwoll-Bettwäsche ist dagegen unkompliziert und verträgt in der Regel problemlos 60 Grad, ohne an Farbkraft oder Griffigkeit zu verlieren. Leinen-Bettwäsche wird am besten im Schonwaschgang bei 30 bis 40 Grad gewaschen, da die Naturfaser bei zu intensiver mechanischer Belastung schneller ermüdet und an Stabilität verliert. Satin-Bettwäsche verlangt ebenfalls niedrigere Temperaturen und einen sanften Schleudergang, damit der charakteristische Glanz erhalten bleibt und keine Laufmaschen im Gewebe entstehen. Microfaser-Bettwäsche ist mit 60 Grad meist unproblematisch, sollte aber ohne Weichspüler gewaschen werden, da dieser die Fasern verkleben kann und die angenehme Kuscheligkeit verloren geht.
Renforce-Bettwäsche, eine dicht gewebte, besonders strapazierfähige Baumwollart, verträgt in der Regel bedenkenlos 60 Grad und eignet sich damit hervorragend für den Alltagsgebrauch. Jersey-Bettwäsche aus elastischem Trikotstoff sollte dagegen eher bei 40 Grad gewaschen werden, um die charakteristische Dehnbarkeit des Gewebes nicht durch zu hohe Temperaturen zu beeinträchtigen. Frottee-Bettwäsche, wie sie häufig für Spannbetttücher verwendet wird, verträgt meist 60 Grad und profitiert sogar von etwas kräftigerem Schleudern, damit die Schlaufen ihre Form behalten. Wer eine Garnitur mit Daunen-Füllung besitzt – etwa ein Kissen im Set –, sollte für diesen Teil besondere Vorsicht walten lassen und niedrige Temperaturen sowie spezielles Feinwaschmittel verwenden. Wie du speziell deine Bettdecke materialgerecht wäschst, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Bettdecke richtig waschen, der auf dieselben Prinzipien noch einmal detailliert für Füllungen wie Daunen, Wolle und Kunstfaser eingeht.
Neue Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch waschen
Eine häufig gestellte Frage lautet: Muss man neue Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch waschen? Eine pauschale Pflicht gibt es nicht, doch aus hygienischer Sicht spricht einiges dafür. Neue Bettwäsche kann Produktionsrückstände, Stärke oder einen typischen "Neu-Geruch" enthalten, die sich durch einen ersten Waschgang zuverlässig entfernen lassen. Prüfe vorher trotzdem das Pflegeetikett, denn manche empfindlichen Materialien wie Musselin oder Satin profitieren eher von einem schonenden ersten Waschgang bei niedriger Temperatur als von einem intensiven 60-Grad-Programm. Wer gleich mehrere neue Garnituren auf einmal kauft, sollte diese außerdem nicht alle zusammen in einer einzigen, überladenen Ladung waschen, sondern lieber in zwei kleineren Durchgängen, damit jedes Teil gründlich durchgespült wird.
Bettwäsche mit Weichspüler und Waschmittel waschen
Ob Bettwäsche mit Weichspüler gewaschen werden sollte, ist unter Experten umstritten. Weichspüler macht Fasern zwar kurzfristig weicher, kann aber die Saugfähigkeit und Atmungsaktivität des Gewebes auf Dauer verringern – bei Microfaser und Frottee-Bezügen wird deshalb häufig ganz darauf verzichtet. Beim Waschmittel gilt: Ein mildes Flüssigwaschmittel ist für die meisten Bettwäsche-Materialien die sicherste Wahl, da sich Pulverrückstände leichter in feinen Geweben festsetzen. Vollwaschmittel mit Bleiche eignet sich in der Regel nur für weiße, robuste Baumwoll-Bettwäsche und sollte bei farbiger oder empfindlicher Wäsche vermieden werden, um Ausbleichen zu verhindern. Auch die richtige Dosierung spielt eine größere Rolle, als viele denken: Bei sehr weichem Wasser reicht oft deutlich weniger Waschmittel als auf der Verpackung angegeben, während hartes Wasser eher etwas mehr Menge oder zusätzlichen Wasserenthärter benötigt, damit das Ergebnis wirklich sauber und nicht grau wird.
Bettwäsche und Handtücher zusammen waschen?
Ob man Bettwäsche und Handtücher in einem Waschgang kombinieren kann, hängt vor allem von Material und Temperatur ab. Passen beide zur gleichen Waschtemperatur und sind farblich unbedenklich, spricht grundsätzlich nichts dagegen. Allerdings neigen Frottee-Handtücher dazu, Fusseln abzugeben, die sich an Bettwäsche festsetzen können – wer auf ein makelloses Ergebnis Wert legt, wäscht beide Textilien deshalb lieber getrennt oder achtet zumindest auf eine nicht zu volle Trommel, damit genug Bewegungsfreiheit für beide Wäschearten bleibt. Genauso empfehlenswert ist es, auch das Spannbettlaken regelmäßig im selben Rhythmus wie den Bettbezug zu waschen, statt es seltener zu wechseln: Bei einem beliebten Spannbettlaken 120x200 etwa profitiert der elastische Randsteg von derselben schonenden Behandlung wie die übrige Bettwäsche, da er durch häufiges Spannen und Waschen sonst schneller an Elastizität verliert.
Bettwäsche trocknen: Was ist zu beachten?
Nach dem Waschen ist die richtige Trocknung entscheidend dafür, dass deine Bettwäsche wieder frisch und ohne unangenehmen Geruch ins Bett kommt. Im Trockner solltest du auf eine niedrige bis mittlere Temperaturstufe achten, da zu große Hitze gerade bei Synthetikfasern und Elasthan-Anteilen wie in Jersey-Bettwäsche zu Materialermüdung führen kann. Ein bis zwei Trocknerbälle helfen dabei, dass sich Bettwäsche beim Trocknen nicht zusammenknüllt und am Ende weniger Falten wirft, was gerade das spätere Beziehen deutlich erleichtert. Ohne Trockner lässt sich Bettwäsche ebenso gut an der Luft trocknen: Am schnellsten geht es draußen bei Wind und Sonne, in der Wohnung empfiehlt sich ein gut durchlüfteter Raum, damit die Feuchtigkeit zügig entweicht und sich kein müffelnder Geruch im Gewebe festsetzt. Besonders bei dickeren Stoffen wie Renforce oder Frottee lohnt es sich, die Wäsche zwischendurch einmal aufzuschütteln und zu wenden, damit auch die inneren Lagen vollständig durchtrocknen.
Für eine großzügigere Bettwäsche 155x220 solltest du beim Trocknen besonders auf ausreichend Platz achten, egal ob im Trockner oder auf der Leine, damit die Luft überall zirkulieren kann und sich keine feuchten Stellen halten, aus denen später Stockflecken entstehen könnten. Wird die Bettwäsche nicht vollständig durchgetrocknet, bevor sie zusammengelegt oder aufgezogen wird, können sich schon nach kurzer Zeit unangenehme Gerüche und im schlimmsten Fall sogar Schimmelsporen bilden – ein Grund mehr, lieber etwas mehr Zeit für eine gründliche Trocknung einzuplanen, statt die Wäsche vorzeitig zusammenzulegen.
Bettwäsche professionell reinigen lassen
Nicht jede Bettwäsche gehört zwingend in die heimische Waschmaschine. Bei hochwertigen Materialien wie Wildseide oder speziell veredelter Satin-Bettwäsche kann sich der Gang zur professionellen Textilreinigung lohnen, besonders wenn hartnäckige Flecken oder empfindliche Verzierungen im Spiel sind. Eine professionelle Reinigung kostet je nach Größe und Anbieter meist zwischen 10 und 25 Euro pro Garnitur – eine überschaubare Investition, wenn dadurch besonders wertvolle oder empfindliche Stücke geschont werden. Auch bei hartnäckigen Flecken, die sich zu Hause selbst mit mehreren Waschgängen nicht mehr entfernen lassen, lohnt sich oft der Weg zur professionellen Reinigung, statt die Bettwäsche durch immer intensivere Waschgänge zusätzlich zu strapazieren. Für den Alltag mit robusteren Materialien wie Baumwolle, Renforce oder Microfaser ist die eigene Waschmaschine dagegen völlig ausreichend und in aller Regel auch die deutlich wirtschaftlichere Lösung.
Die richtige Bettwäsche-Größe für ein gründliches Waschergebnis
Nicht nur Temperatur und Programm entscheiden über ein gutes Waschergebnis – auch die Größe deiner Bettwäsche spielt eine Rolle für die Beladung der Maschine. Eine zu volle Trommel ist einer der häufigsten Gründe für ein enttäuschendes Waschergebnis: Wasser und Waschmittel können dann nicht mehr überall hingelangen, wodurch selbst ein an sich passendes Programm und die richtige Temperatur nicht ihre volle Wirkung entfalten. Als Faustregel gilt, die Trommel nur zu etwa zwei Dritteln zu befüllen, damit die Wäsche sich beim Waschgang noch frei bewegen kann. Bei einer großzügigeren Bettwäsche 200x220 für höhere Matratzen solltest du auf ausreichend Fassungsvermögen deiner Maschine achten, damit Wasser und Waschmittel überall hingelangen und kein Waschmittelrest im Gewebe zurückbleibt.
Wer regelmäßig zwischen zwei Garnituren derselben Größe wechselt, sollte diese ohnehin nie gemeinsam in einer Ladung waschen, sondern immer nacheinander, damit am Wechseltag genug Zeit für eine gründliche und nicht überladene Wäsche bleibt, während die frische Garnitur bereits aufgezogen werden kann. Ein zweites Set in derselben Größe vorrätig zu haben, erspart außerdem den Stress, auf den nächsten trockenen Waschgang warten zu müssen, bevor das Bett wieder frisch bezogen werden kann. Für die in Deutschland besonders beliebte Bettwäsche 200x200 gilt dasselbe: Lieber eine etwas geringer beladene Trommel wählen, als das Waschergebnis durch zu wenig Bewegungsfreiheit zu gefährden. Miss deine Bettdecke und Matratze im Zweifel vor dem nächsten Kauf einmal genau aus, denn nur eine wirklich passende Größe lässt sich auch beim regelmäßigen Waschen bequem und ohne überladene Trommel handhaben, ohne dass am Ende Waschmittelreste zurückbleiben oder sich unangenehme Gerüche im Gewebe festsetzen.
Häufige Fragen zum Bettwäsche waschen
Bei wie viel Grad sollte man Bettwäsche waschen, wenn kein Pflegeetikett mehr vorhanden ist? Ohne Etikett gilt als sichere Faustregel: 40 Grad im Schonwaschgang mit mildem Flüssigwaschmittel – das schont sowohl Naturfasern als auch die meisten Synthetikgewebe.
Kann man Bettwäsche auch bei 40 Grad statt 60 Grad waschen? Ja, für den Alltag reicht 40 Grad bei normaler Nutzung völlig aus. Nur bei Allergien, nach Krankheit oder für eine besonders gründliche Hygiene empfiehlt sich die höhere Temperatur von 60 Grad.
Sollte man Bettwäsche auf links waschen? Bei bedruckter oder farbiger Bettwäsche schützt das Waschen auf links Motive und Farben vor Abrieb und Ausbleichen, während neutrale, unbedruckte Bettwäsche problemlos auch normal gewaschen werden kann.
Wie oft sollte man das Waschmittel wechseln oder anpassen? Nicht das Waschmittel selbst muss regelmäßig gewechselt werden, wohl aber die Dosierung – bei sehr weichem Wasser reicht oft deutlich weniger Waschmittel als auf der Packung angegeben.
Wie erkennt man, ob Bettwäsche nach dem Waschen noch Milben oder Allergene enthält? Ein zuverlässiges optisches Erkennungsmerkmal gibt es nicht, deshalb ist die eingehaltene Waschtemperatur entscheidend – bei Allergien empfiehlt sich deshalb grundsätzlich mindestens 60 Grad, sofern das Material es zulässt.
Warum riecht frisch gewaschene Bettwäsche manchmal trotzdem muffig? Meist liegt es an unvollständigem Trocknen oder einer zu vollen Waschtrommel, wodurch Waschmittelreste im Gewebe zurückbleiben – ein zweiter Spülgang mit weniger Beladung schafft in der Regel schnell Abhilfe.
Muss man Bettwäsche vor dem Waschen zuknöpfen oder verschließen? Ja, geschlossene Knöpfe und Reißverschlüsse verhindern, dass sich die Bettdecke oder das Kissen beim Waschen im Bezug verheddert und dadurch ungleichmäßig sauber wird oder unnötig Falten wirft.
Wie bekommt man vergilbte weiße Bettwäsche wieder strahlend sauber? Eine Wäsche bei 60 Grad mit sauerstoffbasiertem Bleichmittel statt chlorhaltiger Bleiche bringt weiße Baumwoll-Bettwäsche meist schonend wieder auf Vordermann, ohne das Gewebe langfristig zu schädigen.
Mit der passenden Temperatur, dem richtigen Programm und etwas Wissen über dein jeweiliges Material bleibt deine Bettwäsche über Jahre hinweg hygienisch frisch, formstabil und angenehm auf der Haut.
